Seniorennachmittag in der Dickeberghalle am 1. Advent

Kindergarten "Storchennest"

OV Sackmann (links) OR a.D. König OV a.D. Stocker

Am ersten Advent ließen sich wieder viele Seniorinnen und Senioren in die Dickeberghalle einladen. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Oliver Velm und Ortvorsteher Martin Sackmann führten die Kindergartenkinder das Bewegungsspiel Maria und Josef mit einem wunderschön gesungenen Halleluja auf. Pfarrer Velm sprach davon, wie gut es ist, wenn es nicht nur äußerlich, sondern durch Jesus Christus in uns Advent wird.
Die jüngsten und ältesten anwesenden Senioren erhielten einen kleinen Preis. Ein Höhepunkt des Nachmittags waren die Bilder des Jahres 2017 die von Ortsvorsteher Martin Sackmann kommentiert wurden.
Der Posaunenchor Bergfelden hat in bewährter Weise den Nachmittag mit weihnachtlicher Musik untermalt und das Singen begleitet. Auch fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt und es blieb Zeit für manche gute Begegnung.

Fackelkreuz der Jungscharen auf der Lache

Fackelkreuz

Schon am Gemeindehaus hatte sich eine große Gruppe von Kindern, Jugendlichen und Eltern gebildet, die sich gemeinsam auf den Weg zum Jugendheim machte. Vor Ort wurden alle mit einem Lagerfeuer empfangen und gemeinsam Gott mit Liedern gelobt. Mit Fackeln ausgerüstet ging es dann Richtung Dickeberg auf die „Lache“, wo einem schon von Weitem das Fackelkreuz entgegenleuchtete. Dort gab es eine Andacht zum Thema „Jesus` Auferstehung ist wie ein gigantisches Feuerwerk“ mit Gebet, Vaterunser und christlichen Liedern.
Bei heißem Kinderpunsch und Gebäck konnten sich alle stärken und es ergab sich noch das ein oder andere gute Gespräch.

Minigottesdienst

Mini-Gottesdienst mit dem Kindergarten
Zu meditativer Musik zogen die Kindergartenkinder in die Kirche ein und hörten dann auf das 11-Uhr-Läuten. Mit adventlichen Liedern wurde der Kindergartengottesdienst bereichert. Die Handpuppen Hr. und Fr. Lups wussten leider nicht, warum wir Advent und Weihnachten feiern, aber die Kinder haben beiden schließlich auf die Sprünge geholfen. Zusammen mit ihren Erzieherinnen führten die Kinder ein Bewegungsspiel zum Advent auf. Eine eher unbekanntere biblische Weihnachtsgeschichte zeigte die besondere Begegnung von Simeon und Hanna, die das Jesuskind im Tempel als den Retter der Welt erkannten und Gott lobten.
Nach dem Lied „O du fröhliche“ gab es noch für alle Kinder ein Ausmalbild zu Simeon und Hanna mit auf den Weg.

Erntedankfest

Erntedankfest Bergfelden

Auch in diesem Jahr gab es wieder einen reich geschmückten Erntedankaltar in der Remigiuskirche Bergfelden, der vom Mesnerteam wieder kreativ gestaltet wurde. Da die Bruderhausdiakonie Fluorn eine externe Versorgung erhalten hat, kommen ab 2017 die Erntegaben dem Tafelladen in Sulz und damit notleidenden Menschen zu Gute. Die Kinder der Kinderkirche stellten zusammen mit den Kinderkirchmitarbeiterinnen die Geschichte vom kleinen Wassertropfen dar, der erst verdunstet und dann auf vielfältige Weise Pflanzen, Tieren und Menschen nutzte. Passend zum Gesamtthema „Wasser“ begleitete der Posaunenchor Bergfelden in bewährter Qualität Lieder wie z.B. „Leben aus der Quelle“ oder „Ins Wasser fällt ein Stein“.
In seiner Predigt verglich Pfarrer Velm die drei Aggregatszustände des Wassers (flüssig, fest und gasförmig) – das alles ein und dasselbe ist - mit dem dreieinigen Gott, der als Vater, Sohn und Heiliger Geist ein und derselbe Gott ist. Praktisch wurde es mit Bildern aus Peru, wo Wassermangel erfinderisch machte und so genannte „Nebelfänger“ die fehlenden Wasservorräte bei Lima ergänzen. Alle Kindergartenkinder, die in 2017 vier Jahre alt geworden sind, bekamen von der Kirchengemeinde eine fröhliche, bunte Kinderbibel geschenkt.

Das Opfer des Erntedankgottesdienstes in Höhe von 718,13€ kommt der Kindergartenarbeit der Gesamtstadt Sulz mit Außenorten zu Gute. Alle Anwesenden bekamen noch passend zum Thema eine Wasserflasche mit dem Zuspruch Jesu mit auf den Weg, der in Joh. 7,37f sagt: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen.

Gottesdienst mit der Sozialstation Sulz

Gottesdienst mit der Sozialstation Sulz am Neckar

Die Mitarbeiterinnen der Sozialstation Sulz am Neckar haben den Gottesdienst in Bergfelden mitgestaltet. Die Pflegedienstleiterin Fr. Kinzel stellte das so genannte diakonische Modul dar, das (finanziell unter anderem auch durch die Kirchengemeinde Bergfelden und das Opfer des Gottesdienstes unterstützt) hilft, damit Zeit bleibt für wichtige Gespräche, Sterbebegleitung oder Hilfestellungen, die ansonsten nicht abgerechnet werden können. In einem eindrücklichen Vergleich wurde durch Fr. Stocker von der Sozialstation ein großes weißes Blatt mit einem einzigen schwarzen Punkt in der Mitte gezeigt und mit der Erläuterung versehen, dass wir Menschen uns viel zu sehr auf die einzelnen dunklen Bereiche des Lebens und viel zu wenig auf die vielen hellen Facetten konzentrieren. In seiner Ansprache nahm Hr. Velm dieses Bild auf und machte Mut, negative Gedanken zu stoppen und Sünden und Sorgen bei Jesus Christus abzugeben, die Zusagen Gottes in der Bibel anzunehmen und frei zu werden, das Gute und Helle mit Gottes Hilfe in Taten der Liebe auch anderen weiterzugeben.

Der Kirchenchor Bergfelden und die Chorleiterin Fr. Wagner gestalteten den Gottesdienst musikalisch und im Anschluss hatten die Mitarbeiterinnen der Sozialstation noch einen Ständerling vorbereitet, der gute Möglichkeit zur Begegnung bei Kaffee und Kuchen bot.

Kirchenjubiläum - Vortragsabend in der Remigiuskirche

von links: Pfarrer Velm - Erwin Stocker - Siegfried König

In monatelanger Arbeit hatten sich Archivar Siegfried König und der ehemalige Ortsvorsteher Erwin Stocker in die umfangreiche Materie der fünfhundertjährigen Geschichte der Remigiuskirche Bergfelden eingearbeitet und ihre Ergebnisse in einem interessanten Bilder-Vortrag der Öffentlichkeit vorgestellt. Beide Referenten haben auch entscheidend zum Gelingen der Erforschung unserer Kirche beigetragen. Die Remigiuskirche Bergfelden gehört als Kulturdenkmal zu den bedeutendsten Kirchenburgen Deutschlands. Der Posaunenchor Bergfelden umrahmte die Veranstaltung musikalisch und im Anschluss an den Vortragsabend wurde die von Erwin Stocker und Siegfried König gestaltete Bilderausstellung zur Remigiuskirche im Rathaus eröffnet. Bei Getränken und Gebäck gab es Gelegenheit zur Begegnung.

Remigiuskirche Bergfelden Referate

Auf einer Ebene mit Wasserschloss und Ruine Albeck Veranstaltung
- Remigiuskirche ist ortsbildprägend / Rüth: Historische Bedeutung muss präsent bleiben
Von Marzell Steinmetz Sulz-Bergfelden.

Die Remigiuskirche im Modellformat 1:20 war der Blickfang rechts vor der Bühne der Dickeberghalle. Sie stand auch im Mittelpunkt der Vortragsveranstaltung am Freitag, die gleichzeitig Auftakt des Bergfelder Dorffestes vom 7. bis 9. Juli unter dem Motto »500 Jahre Remigiuskirche – die Kirche bleibt im Dorf« war. Ortsvorsteher Martin Sackmann begrüßte unter anderem den Landtagsabgeordneten Emil Sänze, Kreisarchivar Bernhard Rüth, Bürgermeister Gerd Hieber und Pfarrer aus dem Dekanat Sulz. Im Laufe des Abends gab es viele Dankesworte. Sie galten besonders Archivar Siegfried König, der bei der Erforschung der Bau- und Kunstgeschichte der Remigiuskirche zusammen mit Alfred Danner aus Oberndorf den Wissenschaftlern Joachim Zeune und Katharina Herrmann zugearbeitet hat. Die Ergebnisse sind nun in einem neuen Kirchenführer zusammengefasst. Hier sei Erwin Stocker Initiator und Ideengeber gewesen, teilte Sackmann mit. Stocker hatte wegen des Kirchenjubiläums Kreisarchivar Rüth angesprochen, und dieser empfahl, da Forschungslücken bestanden, die Baugeschichte der Wehrkirche von Fachleuten untersuchen zu lassen und in einem Kirchenführer zu veröffentlichen. Dieser ist mittlerweile gedruckt: Die Kosten von 12 000 Euro finanzierten die evangelische Kirchengemeinde, die Stadt und Sponsoren. »Die Kirche prägt unser Ortsbild und ist der Mittelpunkt der kirchlichen Gemeinde«, betonte Sackmann. Die Bergfelder schätzten ihre Kirche. So sei der Erlös des ersten Dorffestes 1987 in Höhe von 87 000 Mark für die Kirchturmrenovierung gespendet worden. An der Wehrmauersanierung, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, seien zahlreiche freiwillige Helfer beteiligt gewesen. »Wir feiern Kulturgeschichte«, stellte Bürgermeister Gerd Hieber fest. Die Bergfelder Kirche sei als Denkmal auf eine Ebene zu stellen mit dem Glatter Wasserschloss, dem Kloster Kirchberg und der Burgruine Albeck. Die Stadt sei in den vergangenen rund 20 Jahren am Erhalt der gesamten Kirchenanlage in Bergfelden partnerschaftlich beteiligt gewesen. Außerdem gebe es die Ausscheidungsurkunde von 1898, nach der die Stadt 50 Prozent der Bergfelder Mesnerbesoldung und jährlich 75 Euro als Anteil fürs Brennholz an den Pfarrer zahlen muss. 500 Jahre Reformation sei eine Bürgerbewegung, meinte Hieber. Das sei in Bergfelden spürbar mit dem Engagement der Bürger bei der Wehrmauersanierung. Zur Einführung in die anschließenden Expertenvorträge zeigte Bernhard Rüth stichwortartig die historische Entwicklung Bergfeldens auf. Der Ort wurde 1222 erstmals urkundlich erwähnt, jedoch reichte die Siedlungsgeschichte bis in die Jungsteinzeit zurück. Im 7./8. Jahrhundert gab es möglicherweise eine von fränkischen Siedlern gegründete Talgenossenschaft. Auf fränkischen Einfluss sei auch das 1366 erstmals bezeugte Remigius-Patrozinium der Dorfkirche zurückzuführen. Die Bergfelder Pfarrkirche war bis 1503 die Mutterkirche der Sulzer Stadtpfarrkirche. Die Reformation ist in den 1530er-Jahren eingeführt worden. 1808 kam Bergfelden zum Oberamt Sulz, 1972 wurde der Ort in Sulz eingemeindet und gehört seit 1973 zum Landkreis Rottweil. Mit der Wehrkirche und dem befestigten Kirchhof verfüge Bergfelden über einen Baukomplex, der die kulturelle Identität der Ortschaft sichtbar präge und dessen historische Bedeutung präsent gehalten werden sollte, betonte Rüth. Die Veranstaltung ist musikalisch umrahmt worden von einer Bläsergruppe mit Sonja und Ernst Schmid sowie Bernd und René Klaiber, den in barocken Kostümen auftretenden Flötistinnen Jeanine Geissler und Anja Schäuble sowie dem Projektchor mit Dirigent Hermann Schupp. Die Sänger, in der Tracht des Nachtwächters, sangen Heimatlieder. 

Vortrag von Dr. Zeune / Dr. Hermann über die Remigiuskirche

Eine feste Burg für die Dorfbewohner
Vortrag - Joachim Zeune und Katharina Herrmann referieren über die Bergfelder Remigiuskirche
SchwaBo 25.6.2017 - Marcel Steinmetz

Das 500-Jahr-Jubiläum der Bergfelder Remigiuskirche bezieht sich auf die Umbauphase 1513 bis 1517. Eigentlich ist sie älter. Die jüngsten Forschungsergebnisse brachten neue Erkenntnisse. Von Marzell Steinmetz Sulz-Bergfelden. Darüber berichteten am Freitag in der Dickeberghalle der Kirchenburgenforscher Joachim Zeune und die Kunsthistorikerin Katharina Herrmann. Trotz der auch abends noch hohen Temperaturen waren nahezu alle Stühle in der Halle besetzt. Zeune hielt vor dem großen Publikum einen spannenden Vortrag über die Baugeschichte des Bergfelder Wahrzeichens. Er bezeichnete die Remigiuskirche mit ihren Wehrmauern und Türmen als eine außergewöhnliche Anlage im ganzen deutschsprachigen Raum. Darauf könnten die Bergfelder stolz sein. Nicht alle Kirchen, die eine Mauer haben, sind Wehrkirchen oder Kirchenburgen. So gebe es hunderte von Wehrkirchen, die diesen Namen nicht verdienten. Eine Mauer schütze zwar, müsse aber deswegen nicht wehrhaft sein. Kriterien für eine wehrhafte Kirche sind, so Zeune, Schießscharten und Türme. Eine Kirchenburg benötigte zudem Wohn- und Lagermöglichkeiten für die Bevölkerung, die sich in Kriegszeiten hinter die Mauern zurückziehen und sich auch verteidigen konnten. Solche Kirchenburgen entstanden ab 1420, verstärkt ab 1450 unter anderem wegen der Türkeneinfälle, die über die Donau erfolgten. »Frömmigkeit und Wehrhaftigkeit: Passt das zusammen?«, fragte sich Zeune. Er konnte den Widerspruch lösen. »Eine feste Burg ist unser Gott« – diesen Choral, dessen Text vom Reformator Martin Luther stammt – hatte die Bläsergruppe zuvor gespielt. Hier wird der Zusammenhang von Burg und Gott gesehen, und auch im Alten Testament werden immer wieder solche Bezüge hergestellt. Zeune verwies auf das »himmlische Jerusalem«, das Darstellungen zufolge zwölf Tore hatte. Für den mittelalterlichen Menschen habe die Burg als ein Bereich, der befriedet und ein Friedenssymbol war, gegolten. Der Referent ließ keinen Zweifel daran, dass die Bergfelder eine echte wehrhafte Kirchenburg haben. Die innere Mauer ist schon im 14. Jahrhundert errichtet worden. Als um 1386 das Beginenhaus – ein kleines Dominikanerinnenkloster – gebaut wurde, musste sie schon gestanden haben, hatte aber noch keine Wehrfunktion, sondern schützte lediglich den Kirchhof. Kirchenburgen kamen erst später auf. Die Außenmauer der Bergfelder Wehrkirche entstand im 15. Jahrhundert. Drei Türme mit Schießscharten seien heute noch gut erhalten. Zeune geht aber davon aus, dass es fünf Türme gewesen sein müssen. »Es war ein unheimlich wehrhaftes Bauwerk um 1500«, sagte er. Der Forscher vermutet, dass schon im 14. Jahrhundert eine Kirche vorhanden war. Eine Aufstockung sei um 1480 vorgenommen worden. Die nächste große Bautätigkeit fand ab 1513 mit dem Bau des 36 Meter hohen Kirchturms statt. Dass in 18 Metern Höhe Schießscharten für Hakenbüchsen vorgefunden werden, deutet darauf hin, dass die Wehrhaftigkeit der Kirchenburg nochmals verstärkt worden ist. Auch aus kunsthistorischer Sicht kann die Bergfelder Remigiuskirche Bemerkenswertes bieten. Katharina Herrmann imponierte das »qualitätsvolle« Sternennetzgewölbe der Kirche, das dem gleichzeitig entstandenen Gewölbe der Sulzer evangelischen Stadtkirche ähnele. Da sei wohl der gleiche Baumeister am Werk gewesen. Mehrere Heiligenfiguren sind abgebildet: Christophorus, der gegen einen unvorbereiteten Tod beistehe, der von Pfeilen durchbohrte Sebastian als Patron gegen Krankheiten, Johannes der Täufer und der Namenspatron der Kirche, Remigius, der den Frankenkönig Chlodwig getauft hat. Typisch für das Ende des 16. Jahrhunderts seien die Blumenmalereien an der Decke gewesen. Sie könnten den Paradiesgarten, aber auch Heilpflanzen darstellen. »In der Decke ist all das vereint, was der gläubige Mensch in der Zeit gebraucht hat«, erklärte die Kunsthistorikerin. Etwas ausführlicher erläuterte sie das erst später entdeckte Wandbild. Es zeige verschiedene Szenen der Legende des »heiligen Kreuzes«. Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt die Kirche die mit Seitenflügeln versehene Pfeifenorgel. Die Flügel könnten als Schutz, aber auch als Dämmung des Orgelklangs, etwa an Karfreitag, gedient haben. Die Kanzel stammt aus dem 19. Jahrhundert. Ein Stuttgarter Architekt hat sie entworfen. Siegfried König habe die Zeichnungen dazu im Bergfelder Archiv entdeckt. Zum Bergfelder Kirchenjubiläum ist nun ein neuer Kirchenführer herausgekommen. In der Broschüre sind die Forschungsergebnisse von Joachim Zeune und Katharina Herrmann veröffentlicht. Die Schrift ist an dem Abend auch schon verkauft worden.

Konzert der Musikschule Wagner in der Remigiuskirche

Lore Wagner mit ihren Musikschülern

Die Musikschüler des Musikstudios Wagner unter der Leitung von Lore Wagner haben in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden ihr musikalisches Talent bewiesen. Ob Orgel, Flöte, Gitarre oder gemeinsamem Gesang – es ergab ein vielstimmiges und abwechslungsreiches Frühlingskonzert. Der Erlös des Konzerts in Höhe von 294,26 € kam der Orgelsanierung zu Gute.
Da in verschiedensten Musikstücken und Liedern Vogelarten auftauchten, hat Pfarrer Velm in seiner Andacht darauf hingewiesen, wie einzigartig und kreativ Gott die verschiedensten Vögel geschaffen hat und dass uns Jesus selber die Vögel als Vorbilder des Glaubens beschrieben hat, wenn er sagt: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?

Garda Brass Konzert 6.5.2017

Garda Brass mit Dirigent Albrecht Schuler

Thomas Klaiber an der Orgel

Albrecht Schuler bei der Überreichung der Auszeichnung an Bernd Klaiber

Von Ingrid Vögele (SchwaBo 11.5.2017)

Sulz-Bergfelden. Mit dem Ensemble »Garda Brass« wurde den vielen Besuchern in der Remigiuskirche ein Konzert der Extraklasse geboten. »Garda Brass« ist eines von vier Auswahlensembles des Evangelischen Jugendwerks (EJW) in Württemberg. Es musizierte auf Einladung des Posaunenchores, initiiert von Bernd Klaiber.
In ihrer Begrüßung stellte Hannelore Ellinger, in Vertretung von Pfarrer Oliver Velm, nicht nur die ehrenamtlich Musizierenden des EJW mit ihrem Leiter Albrecht Schuler vor, sondern auch Thomas Klaiber aus Horb-Diessen, der an der Orgel unterstütze. Die Siegerkomposition für den Deutschen Posaunentag 2016 in Dresden »Festival Intrada« von Michael Schütz eröffnete die »Geistliche Abendmusik«. Giovanni Gabrieli, Organist im Markus Dom in Venedig im 16. Jahrhundert, stand Pate beim Zusammenfinden des Ensembles, deshalb lauschte man gerne seinem »Canzon V« präsentiert von einem siebenstimmigen Bläserchor. Eine rhythmisch ausdrucksstarke Fantasie leitete das Reformationslied ein »Ein feste Burg ist unser Gott«. Unterstützt durch eine Tuba, interpretierte die Orgel jubilierend »Großer Gott wir loben dich« des belgischen Komponisten Flor Peters. In die Welt des Jazz und Ragtime entführten die Instrumentalisten mit »Memories«, »Battle of Jericho« und »Black and White Rag«. Und so richtig juckte es in den Beinen beim schwungvollen »Rumba del Camino«, alles zeitgenössiche Kompositionen, die nicht nur den Geschmack des Publikums trafen, sondern auch als Dank an Bernd Klaiber gingen.
Er erhielt von Albrecht Schuler, Landesjugendreferent für Posaunenarbeit, die Ehrennadel in Gold vom EJW überreicht »in Anerkennung langjähriger und verantwortlicher Mitarbeit in unserem Werk an der jungen Generation«. Klaiber leitet seit 40 Jahren den Posaunenchor.
Zart, fast meditativ, so richtig zum Zurücklehnen, konnte man zwei Stücke von Mendelssohn-Bartholdy auf sich wirken lassen. Ein zwölfstimmiger Bläserchor mit strahlenden Posaunen begeisterte nochmals mit Bachs »Fecit potentiam« und dem »Gloria« aus dem Magnifikat. Mit anschaulichen Informationen zu den Komponisten führte Schuler durchs Programm. Die Zugabe mit dem Triumphmarsch aus der »Aida« setzte nach dem Konzert noch die Krone auf. 

Festgottesdienst 19.2.2017 mit Landesbischof Dr. July

Predigt Landesbischof Dr. Juli

von links: Ortsvorsteher Sackmann, Bürgermeister Hieber, Landesbischof Dr. July, Pfarrer Velm

Ein feste Burg ist unser Gott

Festgottesdienst mit dem Landesbischof zum 500-jährigen Jubiläum der Remigiuskirche / eine der besterhaltenen Kirchenburgen Württembergs

 

Von Ingrid Vögele (Schwarzwälder Bote)

Sulz-Bergfelden. Die Kirchengemeinde Bergfelden feiert in diesem Jahr das 500-jährige Bestehen ihrer Remigiuskirche. Ein Festgottesdienst eröffnete das Jubiläumsjahr. Dazu konnte Pfarrer Oliver Velm den Landesbischof der Württembergischen Landeskirche, Frank Otfried July, begrüßen, der die Festpredigt hielt. Darin blickte er zurück auf 500 Jahre Generationen, welche die Kirche nach dem Aufbau 1517 durch innere Steine zusammenhielten. Das verlange heute immer wieder neu Orientierung geben im Gespräch, in der Diakonie, dass sich die Menschen auch noch nach 600 oder 700 Jahren hier versammelten. Für die Zukunft hieße das, dass Tugenden wie Vertrauen, Geduld, Liebe und Gelassenheit ein- und ausgeübt und Zeichen gesetzt würden,etwa durch das Engagement im Posaunenchor, der Jungschar, dem Frauenkreis und weiteren Gemeinschaften. Vieles sei geschafft worden. Er wünschte weiter fröhliche Aufbauarbeit, aber auch Gelassenheit im Glauben im Vertrauen auf Gottes Liebe. Die feierliche Liturgie hielt Pfarrer Oliver Velm. Die musikalische Begleitung und Umrahmung lag beim Posaunenchor unter der Leitung von Bernd Klaiber.

Beim anschließenden Stehempfang mit reichhaltigem Büffet überbrachte Bürgermeister Gerd Hieber die Glückwünsche der Stadt Sulz an die Kirchengemeinde. Die Remigiuskirche hob er hervor als einen Schatz mitten im Dorf, das als Wahrzeichen erstrahle und der guten Seele des Ortes gleichkomme. Bergfelden sei als größter Stadtteil etwas Besonderes mit mehreren Fixpunkten. Dazu gehöre in der Ortsmitte das Erwin-Stocker-Bächle mit Grünfläche, erfreut zur Kenntnis genommen von den Gästen, aber herausragend die Kirche mit Friedhof. Er würdigte sie als eine der schönsten und besterhaltenen Kirchenburgen Baden-Württembergs und herausragendes Kulturdenkmal, gleichgestellt mit der Ruine Albeck und dem Glatter Wasserschloss. Als Wehrkirche erfüllte sie wichtige Funktionen für die Bevölkerung, bildlich vermittelt im Lutherlied "Ein feste Burg ist unser Gott". Den Stellenwert des Kirchenbaus verdeutlichte er durch die Investitionskosten der vorausgegangenen Sanierung. Der Dorfgemeinschaft wünschte er ein gutes Jubiläumsjahr. July zeigte sich sehr beeindruckt von der deutlich gewordenen guten Zusammenarbeit "zwischen Staat und Kirche", die Velm bestätigte, verbunden mit dem Wunsch, dass auch die gute Gemeinschaft im Ort erhalten bleibe.