Konzert der Musikschule Wagner in der Remigiuskirche

Lore Wagner mit ihren Musikschülern

Die Musikschüler des Musikstudios Wagner unter der Leitung von Lore Wagner haben in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden ihr musikalisches Talent bewiesen. Ob Orgel, Flöte, Gitarre oder gemeinsamem Gesang – es ergab ein vielstimmiges und abwechslungsreiches Frühlingskonzert. Der Erlös des Konzerts in Höhe von 294,26 € kam der Orgelsanierung zu Gute.
Da in verschiedensten Musikstücken und Liedern Vogelarten auftauchten, hat Pfarrer Velm in seiner Andacht darauf hingewiesen, wie einzigartig und kreativ Gott die verschiedensten Vögel geschaffen hat und dass uns Jesus selber die Vögel als Vorbilder des Glaubens beschrieben hat, wenn er sagt: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?

Garda Brass Konzert 6.5.2017

Garda Brass mit Dirigent Albrecht Schuler

Thomas Klaiber an der Orgel

Albrecht Schuler bei der Überreichung der Auszeichnung an Bernd Klaiber

Von Ingrid Vögele (SchwaBo 11.5.2017)

Sulz-Bergfelden. Mit dem Ensemble »Garda Brass« wurde den vielen Besuchern in der Remigiuskirche ein Konzert der Extraklasse geboten. »Garda Brass« ist eines von vier Auswahlensembles des Evangelischen Jugendwerks (EJW) in Württemberg. Es musizierte auf Einladung des Posaunenchores, initiiert von Bernd Klaiber.
In ihrer Begrüßung stellte Hannelore Ellinger, in Vertretung von Pfarrer Oliver Velm, nicht nur die ehrenamtlich Musizierenden des EJW mit ihrem Leiter Albrecht Schuler vor, sondern auch Thomas Klaiber aus Horb-Diessen, der an der Orgel unterstütze. Die Siegerkomposition für den Deutschen Posaunentag 2016 in Dresden »Festival Intrada« von Michael Schütz eröffnete die »Geistliche Abendmusik«. Giovanni Gabrieli, Organist im Markus Dom in Venedig im 16. Jahrhundert, stand Pate beim Zusammenfinden des Ensembles, deshalb lauschte man gerne seinem »Canzon V« präsentiert von einem siebenstimmigen Bläserchor. Eine rhythmisch ausdrucksstarke Fantasie leitete das Reformationslied ein »Ein feste Burg ist unser Gott«. Unterstützt durch eine Tuba, interpretierte die Orgel jubilierend »Großer Gott wir loben dich« des belgischen Komponisten Flor Peters. In die Welt des Jazz und Ragtime entführten die Instrumentalisten mit »Memories«, »Battle of Jericho« und »Black and White Rag«. Und so richtig juckte es in den Beinen beim schwungvollen »Rumba del Camino«, alles zeitgenössiche Kompositionen, die nicht nur den Geschmack des Publikums trafen, sondern auch als Dank an Bernd Klaiber gingen.
Er erhielt von Albrecht Schuler, Landesjugendreferent für Posaunenarbeit, die Ehrennadel in Gold vom EJW überreicht »in Anerkennung langjähriger und verantwortlicher Mitarbeit in unserem Werk an der jungen Generation«. Klaiber leitet seit 40 Jahren den Posaunenchor.
Zart, fast meditativ, so richtig zum Zurücklehnen, konnte man zwei Stücke von Mendelssohn-Bartholdy auf sich wirken lassen. Ein zwölfstimmiger Bläserchor mit strahlenden Posaunen begeisterte nochmals mit Bachs »Fecit potentiam« und dem »Gloria« aus dem Magnifikat. Mit anschaulichen Informationen zu den Komponisten führte Schuler durchs Programm. Die Zugabe mit dem Triumphmarsch aus der »Aida« setzte nach dem Konzert noch die Krone auf. 

Festgottesdienst 19.2.2017 mit Landesbischof Dr. July

Predigt Landesbischof Dr. Juli

von links: Ortsvorsteher Sackmann, Bürgermeister Hieber, Landesbischof Dr. July, Pfarrer Velm

Ein feste Burg ist unser Gott

Festgottesdienst mit dem Landesbischof zum 500-jährigen Jubiläum der Remigiuskirche / eine der besterhaltenen Kirchenburgen Württembergs

 

Von Ingrid Vögele (Schwarzwälder Bote)

Sulz-Bergfelden. Die Kirchengemeinde Bergfelden feiert in diesem Jahr das 500-jährige Bestehen ihrer Remigiuskirche. Ein Festgottesdienst eröffnete das Jubiläumsjahr. Dazu konnte Pfarrer Oliver Velm den Landesbischof der Württembergischen Landeskirche, Frank Otfried July, begrüßen, der die Festpredigt hielt. Darin blickte er zurück auf 500 Jahre Generationen, welche die Kirche nach dem Aufbau 1517 durch innere Steine zusammenhielten. Das verlange heute immer wieder neu Orientierung geben im Gespräch, in der Diakonie, dass sich die Menschen auch noch nach 600 oder 700 Jahren hier versammelten. Für die Zukunft hieße das, dass Tugenden wie Vertrauen, Geduld, Liebe und Gelassenheit ein- und ausgeübt und Zeichen gesetzt würden,etwa durch das Engagement im Posaunenchor, der Jungschar, dem Frauenkreis und weiteren Gemeinschaften. Vieles sei geschafft worden. Er wünschte weiter fröhliche Aufbauarbeit, aber auch Gelassenheit im Glauben im Vertrauen auf Gottes Liebe. Die feierliche Liturgie hielt Pfarrer Oliver Velm. Die musikalische Begleitung und Umrahmung lag beim Posaunenchor unter der Leitung von Bernd Klaiber.

Beim anschließenden Stehempfang mit reichhaltigem Büffet überbrachte Bürgermeister Gerd Hieber die Glückwünsche der Stadt Sulz an die Kirchengemeinde. Die Remigiuskirche hob er hervor als einen Schatz mitten im Dorf, das als Wahrzeichen erstrahle und der guten Seele des Ortes gleichkomme. Bergfelden sei als größter Stadtteil etwas Besonderes mit mehreren Fixpunkten. Dazu gehöre in der Ortsmitte das Erwin-Stocker-Bächle mit Grünfläche, erfreut zur Kenntnis genommen von den Gästen, aber herausragend die Kirche mit Friedhof. Er würdigte sie als eine der schönsten und besterhaltenen Kirchenburgen Baden-Württembergs und herausragendes Kulturdenkmal, gleichgestellt mit der Ruine Albeck und dem Glatter Wasserschloss. Als Wehrkirche erfüllte sie wichtige Funktionen für die Bevölkerung, bildlich vermittelt im Lutherlied "Ein feste Burg ist unser Gott". Den Stellenwert des Kirchenbaus verdeutlichte er durch die Investitionskosten der vorausgegangenen Sanierung. Der Dorfgemeinschaft wünschte er ein gutes Jubiläumsjahr. July zeigte sich sehr beeindruckt von der deutlich gewordenen guten Zusammenarbeit "zwischen Staat und Kirche", die Velm bestätigte, verbunden mit dem Wunsch, dass auch die gute Gemeinschaft im Ort erhalten bleibe.